Steiermark

Die Geschichte des Ortes beginnt außerhalb unserer Zeitrechnung, also vor rund 5.000 Jahren. Die älteste urkundliche Erwähnung von Graz war im Jahr 1128. Im Jahr 1379 wird Graz Hauptstadt von „Innerösterreich“ und damit Residenz der Habsburger bis 1619. In den folgenden Jahrhunderten prägen italienische Baumeister die Stadt mit ihrer Baukultur. Graz wird eine mächtige Festung des „Heiligen Römischen Reiches“ gegen die Bedrohungen aus dem Südosten. Im Zuge der Napoleonischen Kriege werden 1809 die letzten Festungsanlagen zerstört, die Grazer Bürger kaufen allerdings um 2987 Gulden und 11 Kreuzer (ca. 87.000 Euro) den Uhrturm sowie den Glockenturm von der Zerstörung frei.

Die Stadt liegt an einem Schnittpunkt der europäischen Kulturen. Hier konnten sich romanische und slawische, auch magyarische und natürlich germanisch-alpine Einflüsse zu einem ganz spezifischen Charakter verbinden. Die Grazer Altstadt ist übrigens eines der größten geschlossenen Ensembles des deutschen Sprachraumes, welche mit Beschluss vom 1. Dezember 1999 von der UNESCO in die Liste der "Weltkulturerbe" aufgenommen wurde.

Die steirische Landeshauptstadt ist aber auch weltweit vorbildliche Ökostadt. Innovative Umweltprojekte wie "Ökoprofit" oder "Thermoprofit" sind sehr erfolgreich und finden bereits in zahlreichen Ländern Nachahmung.
2003 geht wohl als eines der bedeutendsten Jahre in die Geschichte der Stadt ein: Graz wurde von den KulturministerInnen der EU zur "Kulturhauptstadt Europas 2003" ernannt und wird seither wieder in einem Atemzug mit Wien und Salzburg genannt.